FORTBILDUNG

Ressourcenorientierte Spieltherapie – Fokus Kinder mit chronischen Erkrankungen
Freitag, 25. November 2016, 15.00 – 19.45 Uhr & 26. November 2016, 9.00–17.45 Uhr

Referent Dr. rer. med. Florian Schepper

Kosten der Fortbildung 385,– Euro (inkl. 10% MWSt.)

Veranstaltungsort : HEFTERHOF
Maria-Cebotari-Straße 1-7, 5020 Salzburg
Tel: +43 662 641996
Fax: +43 662 641996-9
E-Mail: office@heffterhof.at
Anreise siehe: www.heffterhof.at

Inhalt
„Mensch ärgere Dich nicht – oder doch lieber richtig ärgern statt gar nicht?“ Aus jedem Scheitern und aus jeder Krise gilt es heutzutage eine Herausforderung, eine Chance zu machen. Doch ist das kindliche Spiel nicht vielleicht der letzte Ort, in dem richtiges Scheitern Teil der Therapie sein kann? Und wie scheitert man überhaupt richtig oder falsch? Und wie ist das mit Gefühlen von Wut, Angst oder Trauer über das nicht Erreichte und vielleicht nicht gewonnene Spiel? Dürfen diese sein? Oder werden diese mit der olympischen Idee „Dabei sein ist alles“ relativiert!? Spielerisch ausgelöst, erlebt und therapeutisch nutzbar gemacht – Spieltherapie wird im Seminar und Workshop direkt erfahrbar gemacht.
Dabei werden positive Effekte ebenso wenig übertrieben dargestellt, wie die Grenzen des therapeutischen Einsatzes des Verfahrens. Und hinter jedem Spiel steht ein Beziehungsangebot. So gilt es nicht nur zu beachten, wie und was wir spielen, gewinnen oder verlieren, sondern wie wir therapeutisch beginnen und enden und gemeinsam mit dem Patienten oder Klienten Problem- und Lösungswelten konstruieren. Praxisnah werden Grundlagen der modernen psychosozialen ressourcenorientierten Spieltherapie vermittelt. Im Rahmen des Seminars wird dabei besonderer Wert auf die enge Vernetzung zwischen eigenem Erleben und Anwenden sowie Vermitteln von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen gelegt. All das wird stets in Kombination mit Fallbeispielen präsentiert, so dass die Teilnehmer es nicht nur hören, erleben, sondern auch im Rahmen des therapeutischen Modells in der Anwendung sehen. Der Fokus des Seminarleiters „Chronische Erkrankungen im Kindesalter und Familiensystem“ spielt dabei selbst nur eine geringere Rolle, der Transfer auf den beruflichen Kontext der Teilnehmer ist stets Inhalt aller Übungen.


Schepper
Dr. rer. med. Florian Schepper

Referent Dr. rer. med. Florian Schepper
Nach zwei Jahren Tätigkeit in der AMECC, einem Straßenkinderprojekt in Brasilien, studierte Florian Schepper Psychologie in Leipzig. Während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für erlebnisaktivierende therapeutische Übungen und absolvierte während des Studiums eine Weiterbildung zum Erlebnispädagogen. Nach seinem Studium begann er seine Tätigkeit als Stationspsychologe im Bereichder pädiatrischen psychosozialen Onkologie an der Universität Leipzig und arbeitete mehrere Jahre konsiliarisch im Projekt Kinder krebskranker Eltern an der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Leipzig.

Er begann die Weiterbildung zum Verhaltenstherapeuten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie zum systemischen Kinder- und Jugendlichentherapeuten sowie systemischen Therapeuten. Aktuell befindet er sich in der Ausbildung zum Lehrtherapeuten für systemische und lösungsorientierte Kurzzeittherapie. Mit dem Projekt „Jetzt bin ICH mal dran!“ für Geschwister chronisch kranker Kinder und durch die Gründung des Verbundes für Geschwister wurde Florian Schepper mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt er die Doktorwürde für seine Forschungsarbeit über ein familientherapeutisch und erlebnispädagogisch ausgerichtetes Angebot für Familien mit einem krebskranken Kind in Remission (Projekt FAMILIENfreiZEIT). Mit diesem Forschungsprojekt erreichte er den Publikationspreis auf dem internationalen Kongress Erleben und Lernen im September 2014. Florian Schepper arbeitet seit mehreren Jahren als Dozent für verschiedene Institute in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Rahmen seines Forschungsschwerpunktes „Spieltherapeutische Interventionen für onkologisch erkrankte Kinder“ veröffentliche er das KinderKlinikKarten-Memo im Manfred Vogt Spielverlag und das Kommunikationsspiel „Etwas von mir“. Seit 2014 ist er Mitglied der GPOH und Vorstandsmitglied der PSAPOH und seit 2016 Leiter der psychosozialen Versorgung und Forschung der pädiatrischen Onkologie in Leipzig.

 

Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation - AVM: Gemeinn. Institut für Verhaltenstherapie Ges.m.b.H.
Paris-Lodron-Straße 32, 5020 Salzburg, Österreich