Was ist eine depressive Störung?
Depressionen sind weit verbreitete Erkrankungen. Nahezu jeder fünfte Mensch leidet zumindest einmal im Verlauf seines Lebens längere Zeit an einer Depression. Depressionen sind Krankheiten des Menschen in seiner Gesamtheit: Sie verändern tief greifend den Stoffwechsel und andere Körperfunktionen ebenso wie unsere Gedanken, Gefühle und unsere Verhaltensweisen anderen Menschen gegenüber. Wenn depressive Erkrankungen frühzeitig erkannt werden, sind sie mit psychologischen Verfahren und den geeigneten Medikamenten gut behandelbar.
Eine Depression (depressive Episode) besteht, wenn mehrere der folgenden Merkmale über mehr als zwei Wochen ständig vorliegen:
Gefühle von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Hoffnungslosigkeit
Interessenverlust, Freudlosigkeit oder das Gefühl innerer Leere
Verminderter Antrieb, Aktivitätsverlust
Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühl der Wertlosigkeit
Negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzungen oder Suizidhandlungen
Einschlaf-, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen
Verminderter Appetit (Gewichtsverlust)
Mangel oder Verlust von sexuellem Interesse
Diese Symptome verstärken sich im Laufe der Zeit gegenseitig, so dass der Betroffene das Gefühl gewinnt, wie in einer immer enger werdenden Spirale gefangen zu sein.
Die Dauer einer Verhaltenstherapie beträgt bei einer "reinen" Panikstörung (d.h. keine weiteren Probleme wie z.B. Depressionen) um die 12-15 wöchentliche Sitzungen.